Dujardin - Industrieroute Rheinschiene
Dujardin, Krefeld
15761
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Dujardin

Über das Objekt

 

1810 begann die Familie Melcher einen Weinbrand zu brennen. Den Wein bezog sie von der Winzerfamilie Dujardin aus der Charente in Frankreich. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich die Brennerei zum größten deutschen Weinbrandhersteller. Mit dem Slogan „Darauf einen Dujardin…“ wurde die Hauptmarke zu einem Inbegriff des Wirtschaftswunders. Heute produziert der Spirituosenhersteller Schlichte Dujardin an anderen Standorten, in Uerdingen wird lediglich noch der Wacholderbrand „Uerdinger“ destilliert. Die neue Brennerei am heutigen Standort am Uerdinger Rheinufer ging 1930 in Betrieb. Der Ziegelsteinbau mit der markanten Ecksituation steht seit 2010 unter Schutz. Heute wird die Anlage teilweise für Ateliers, Werkstätten oder Ausstellungen vermietet und beherbergt ein Restaurant. Führungen durch die ehemalige Brennerei mit ihren vollständig erhaltenen Apparaturen werden angeboten.

 

Die Herstellung von Spirituosen hat in der Region eine lange Tradition. Meistens war das brennen von Getreide oder Kartoffeln die Grundlage und damit eng mit der Landwirtschaft verflochten. Mit der Industrialisierung entstanden vermehrt Großbrennereien, die nun nicht mehr ihr direktes Umfeld  sondern einen deutschlandweiten, europaweiten oder gar weltweiten Markt belieferten. Gleichzeitig lässt sich auch eine Zunahme des pro Kopf Alkoholverbrauchs belegen. Für Friedrich Engels war dies in erster Linie auf die schlechten Lebensbedingungen der Fabrikarbeiter zurückzuführen, die im übermäßigen Alkoholkonsum eine vermeintliche Linderung des Alltags suchten.

 

 

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Route:   –

 

Informationen

Hohenbudberger Straße 10, 47829 Krefeld

Besonderheiten

Museum mit Gastronomie