• Hafen Düsseldorf

    Hafen Düsseldorf

    Der Düsseldorfer Hafen hat in eine aufsehenerregende Wandlung vom reinen Wirtschaftshafen hin zum Medienhafen mit spannender Architektur und Gastronomie hinter sich. Schon seit dem Mittelalter befanden sich in Düsseldorf Hafenanlagen im Bereich der Altstadt.

    Im Zuge der sogenannten Rheinufervorverschiebung Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Hafenanlagen hier modernisiert. Fast gleichzeitig dazu wurde ein neuer Hafen im Bereich der Halbinsel Lausward angelegt. Er wird heute noch in Teilen als Industriehafen genutzt und umfasste eine Fläche von 80 Hektar und 18 km Gleise. Neben vielen Lagerhäusern siedelten sich hauptsächlich Mühlen und Futtermittelbetriebe an.

    Seit den 1960er Jahren war die Entwicklung rückläufig und es gab erste Planungen das Hafenareal zu reduzieren. Das Hafenbecker Berger Hafen wurde beim Bau des 1982 fertig gestellten Rheinturm zugeschüttet. Der Hafenbetrieb am unteren Werft vor der Altstadt wurde eingestellt.

    Seit den 1990er Jahren erfolgte eine teilweise Umnutzung unter dem Schlagwort Medienhafen mit hochwertiger Architektur, die teilweise die Hafenarchitektur einbezog bzw. interpretierte.

    2003 fusionierte schließlich der Hafen mit dem Neusser Hafen zu den Neuss-Düsseldorfer Häfen. In den anschließenden Jahren entwickelte er sich zu dem drittumsatzstärksten Binnenhafen in Deutschland.

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    REGION: RHEINSCHIENE
    ROUTE: –
    INFORMATIONEN
    Auf der Lausward, 40221 Düsseldorf

    WEBSEITE
    www.rheinische-industriekultur.com
  • Rheinkniebrücke Düsseldorf

    Rheinkniebrücke Düsseldorf

    Die Schrägseilbrücke verbindet seit 1969 die südliche Düsseldorfer Innenstadt mit dem linken Rheinufer in Höhe der Einfahrt in den Düsseldorfer Hafen.

    Die Idee einer Ost-West-Verbindung über den Rhein an dieser Stelle bestand schon seit 1912. Der Beschluss zum Brückenbau wurde 1962 gefasst; der Bau begann drei Jahre später.

    Die Stromverhältnisse des hier stark mäandrierenden Rheins (Rheinknie) machten eine besonders weite Brückenöffnung für den Schiffsverkehr nötig. Linksrheinisch musste zudem eine 780 Meter lange Vorlandbrücke samt Tunnel errichtet werden.

    Die nach einer Idee des Düsseldorf Baudezernenten Friedrich Tamms entworfene Brücke, von Schrägseilen getragen, die an zwei 114 Meter hohen Pylonen hängen, ist 564 Meter lang. Die Kniebrücke ist die zweite Brücke der so genannten Brückenfamilie. Rechtsrheinisch befindet sich direkt unter der Brücke das Apollo-Varieté-Theater.

  • Stahlhof

    Stahlhof

    Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Düsseldorf nicht nur zu einer der wichtigsten Industriestädte Preußens, sondern zog als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“ auch zunehmend Konzernzentralen und Industrieverbände an den Rhein. Der neogotische Stahlhof an der Kasernenstraße (1906-1908) gehört zu den wichtigsten Beispielen diese Verbändebauten.

    Johannes Radke entwarf diesen monumentalen Repräsentationsbau des Stahlwerkverbandes. Das reich skulpturierte Gebäude mit kupfernem mehrgeschossigem Dachreiter und durch glasierte Pfannen ornamental wirkende Dach verbindet in seiner Formensprache Industrie und Handel.

    Im Innern thematisieren Monumentalbilder Aspekte der Stahlindustrie. Zwischen 1923 und 1925 saß hier der französische Generalstab. Danach gehörte das Gebäude den Vereinigten Stahlwerken. 1945 bis 1958 war hier die britische Militärregierung untergebracht.. Seit 1971 sitzt hier das Verwaltungsgericht Düsseldorf.

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    REGION: RHEINSCHIENE
    ROUTE:   –
    INFORMATIONEN

    Bastionstr. 39, 40213 Düsseldorf

    WEBSEITE

    www.industriekultur-duesseldorf.de

    BESONDERHEITEN

    Geheimtipp!

  • Hafen Neuss

    Hafen Neuss

    Ursprünglich lag Neuss direkt am Rhein, bevor es eine Rheinverlagerung im Mittelalter vom Rhein abschnitt. 1835 entstand dann ausgehend von dem ehemaligen Rheinarm ein fünfbeckiger Hafen, der besonders für die Lebensmittelindustrie des linken Niederrheins als Umschlagsplatz eine wichtige Rolle spielte, wie sich an den Ölmühlen erkennen lässt.

    2003 fusionierte der Neusser Hafen mit den Düsseldorfer Häfen. Das direkt an die historische Altstadt angrenzende Hafenbecken 1 wird zunehmend weniger industriell genutzt und hat durch teilweise spannende Architektur und Freizeitnutzung einen eigenen Charakter entwickelt.

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    Region: Rheinschiene
    Route: –
    Informationen

    Am Zollhafen, 41460 Neuss

    Webseite
  • Rheinhafen Krefeld

    Rheinhafen Krefeld

    Im November 1905 nahm der neu erbaute „Crefelder Rheinhafen“ seinen Betrieb auf. Der Hafen entstand rund 7km vom Stadtkern Krefelds entfernt am Rhein bei Linn. Seine Entstehungsgeschichte ist eng mit dem nie realisierten Kanalisationsprojekt des Rhein Maas Schelde Kanals verknüpft.

    Der Hinweis, dass Krefeld nur durch Anschluss an den Transportweg Rhein die in Krefeld angespannte wirtschaftliche Lage grundlegend verbessern könnte, führte 1896 zu zwei Denkschriften „Der Krefelder Hafen“ und “Rentiert sich der Hafen für Crefeld?“, vorgelegt samt Hafenskizzen im Norden Krefelds.

    Der Krefelder Stadtrat nahm 1898 die Arbeiten auf und am 14. Mai 1903 fand der erste Spatenstich zum Hafenbau statt.

    Auf dem neu erschaffenen „Hafenkopf“, der in den Rhein ragenden Halbinsel, wurden die Ufer durch 500m lange senkrechten Kaimauern rundum befestigt um Anlandungsplätze für den Schiffsverkehr herzustellen.

    Die Verbindung der Hafenhalbinsel erfolgte über eine zweiarmige Drehbrücke mit je 32,4m Stützenweite und über der Fahrbahn liegendem Tragwerk. Die Brücke wurde am 1. September 1905 erstmalig gedreht.

    Auf dem Hafenkopf, der Halbinsel zwischen Rhein, Hafenbecken und bis zur Drehbrücke, entstand der Bereich des Handelshafens.

    Auf der Rhein- und auf der Hafenseite waren Kaimauern errichtet worden und es entstand ein stadteignes Lagerhaus mit 5700m² Lagerfläche.

    Im Hafen siedelten sich in rascher Folge die Dreiring Seifenfabrik an, dessen bekanntestes Produkt die „Seife Fa“ in Zusammenarbeit mit Henkel aus Düsseldorf wurde. Henkel ist immer noch im Hafen vertreten und stellt dort Duftstoffe her. Eine Getreidemühle, Siloanlagen und – heute nicht mehr erhalten – ein Stahlwerk wurde erbaut.

    Region: Rheinschiene
    Route: Via Industrialis
    Informationen

    Rheinhafen Krefeld

    Webseite

    www.industriekultur-krefeld.org

  • Deutz Motoren AG

    Deutz Motoren AG

    „Deutz ist die Wiege der Weltmotorisierung“, so lautet oft die Bewertung der Deutz Motoren AG. 1864 gründete Nikolaus August Otto die erste Gasmotorenfabrik der Welt und entwickelter den Ottomotor. Von 1872 an arbeiteten Gottfried Daimler und Wilhelm Maybach zehn Jahre lang für die Gasmotoren-Fabrik Deutz AG. Auch Ettore Bugatti hat einige Jahre in Deutz gearbeitet. Ohne die hier gemachten Erfahrungen wären ihre späteren Entwicklungen nicht denkbar.

    Beachtenswert war der gemeinsame Ausstellungspavillon der Gutehoffnungshütte (GHH) Oberhausen und der Deutz AG bei der großen Industrieausstellung 1902 in Düsseldorf. Diese Konstruktion gilt als Nobilitierung des Stahlfachwerkbaus außerhalb der Industriearchitektur.

    Während die Halle der Deutz AG nach der Ausstellung auf dem Werksgelände in vereinfachter Form Verwendung fand, ging die Halle der Gutehoffnungshütte nach Mexiko, wo sie heute als Nationalmuseum genutzt wird.

    Nach wie vor zählt die Deutz AG zu den weltweit führenden Motorenherstellern. Im firmeneigenen Technikum in Köln-Porz kann die Geschichte der Motorenherstellung besichtigt werden.

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    Region: Rheinschiene
    Route:  Via Industrialis
    Informationen

    Deutz-Mülheimer-Str. 147, 50733 Köln

    Website

    www.rheinische-industriekultur.com

    Besonderheiten

    Geheimtipp!

  • Kulturbahnhof Gerresheim

    Kulturbahnhof Gerresheim

    Das Gerresheimer Bahnhofsgebäude an der alten Strecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft ist ein Typenbau, wie er an vielen Stationen des Rheinlands noch zu finden ist. Er ist nach einem Fachwerkbau aus dem Jahre 1842 und einem steinernen Vorgängerbau aus den 1860er Jahren der dritte Bau an dieser Stelle. Das heutige Gebäude entstand 1877 und wurde bis 1889 auf seine heutige Größe erweitert.

    Neben der generellen Zunahmen des Güterverkehrs durch die Gründung der Gerresheimer Glashütte 1864 war hierfür auch die Zusammenlegung mit dem Bahnhof der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft 1889 verantwortlich. Heute wird der Bahnhof für Feiern, Konzerte und Ausstellung des Förderkreis Industriepfad Düsseldorf e.V. genutzt. Er bildet den südlichen Ankerpunkt des Industriepfads Düsseldorf.

    Im Dezember 1838 nahm die erste westdeutsche Eisenbahn ihren Betrieb auf. Sie wurde zum Startschuss für die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Region. Erst mit der Eisenbahn wurden die Wirtschaftsregionen beiderseits des Rheins eng und zügig miteinander verbunden.

    Von den drei Bahnhöfen des Jahres 1838 befindet sich nur noch die Gerresheimer Station an ihrem historisch authentischen Platz. Mit den drei erhaltenen Gebäuden der direkt benachbarten Gerresheimer Glashütte wird hier der Zusammenhang zwischen Eisenbahn und Industrieansiedlung deutlich erkennbar.  

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    Region: Rheinschiene
    Route:  Industriepfad Düsseldorf
    Informationen

    Heyestr. 196, 40625 Düsseldorf

    Webseite

    www.industriekultur-duesseldorf.de

  • Rheinkniebrücke

    Rheinkniebrücke

    Die Schrägseilbrücke verbindet seit 1969 die südliche Düsseldorfer Innenstadt mit dem linken Rheinufer in Höhe der Einfahrt in den Düsseldorfer Hafen. Die Idee einer Ost-West-Verbindung über den Rhein an dieser Stelle bestand schon seit 1912. Der Beschluss zum Brückenbau wurde 1962 gefasst; der Bau begann drei Jahre später.

    Die Stromverhältnisse des hier stark mäandrierenden Rheins (Rheinknie) machten eine besonders weite Brückenöffnung für den Schiffsverkehr nötig. Linksrheinisch musste zudem eine 780 Meter lange Vorlandbrücke samt Tunnel errichtet werden. Die nach einer Idee des Düsseldorf Baudezernenten Friedrich Tamms entworfene Brücke, von Schrägseilen getragen, die an zwei 114 Meter hohen Pylonen hängen, ist 564 Meter lang. Die Kniebrücke ist die zweite Brücke der so genannten Brückenfamilie. Rechtsrheinisch befindet sich direkt unter der Brücke das Apollo-Varieté-Theater.

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    REGION: RHEINSCHIENE
    nieROUTE:  –
    INFORMATIONEN

    Rheinkniebrücke, 40545 Düsseldorf

  • Mannesmann-Bauten

    Mannesmann-Bauten

    Direkt an der Rheinuferpromenade prägen die beiden Mannesmann-Häuser die Düsseldorfer Stadtsilhouette. Sie stellen geradezu Architekturinkunabeln des Industrieverwaltungsbaus dar. Das ältere, errichtet 1910-12, entstand nach dem Umzug der Mannesmannröhren-Werke von Berlin nach Düsseldorf als prestigeträchtige Konzernzentrale. Der Entwurf stammt von Peter Behrens, an der Ausführung waren über sein Büro alle namhaften Architekten wie Walter Gropius, Mies van der Rohe und Le Corbusier beteiligt, die später zu den bedeutendsten Vertretern ihres Faches gehören sollten. Das Gebäude markiert bei Behrens die Wende vom geometrisierenden Jugendstil zum Neoklassizismus mit Anklängen an italienische Renaissancepaläste.

    Nicht minder bedeutend ist das benachbarte 88 Meter hohe Mannesmann-Hochhaus mit 25  Geschossen, gebaut 1956-1958 nach Paul Schneider-Esleben. Es war das erste deutsche Hochhaus in Skelettbauweise mit vorgehängter Fassade aus emaillierter Stahlblechbrüstung und Festverglasung. Stahlrohre als Teil des konstruktiven Skeletts verweisen auf die Röhrenfabrikation des Auftraggebers, wie auch die Farbigkeit der Außenfassade die klassischen Mannesmannfarben aufgreift. Nach der seinerzeit größten Übernahmeschlacht der Wirtschaftsgeschichte fiel Mannesmann an die britische Vodafone, die dort bis 2012 ihre Deutschlandzentrale hatte. Heute werden beide Gebäude durch die Landesregierung NRW genutzt.

    annesDas Gebäudeensemble dokumentiert die Bedeutung Düsseldorfs als wichtiger Standort von Unternehmensverwaltungen, Banken und Industrieverbänden. Ab dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts zogen zunehmend wichtige Unternehmen wie eben Mannesmann, Henkel oder Jagenberg an den Rhein. Auch einflussreiche Verbände wie der Stahlwerksverband (Stahlhof, Bastionsstr. 39, 40213 Düsseldorf) oder die heutige „Eisendraht- und Stahldraht-Vereinigung e.V.“ (Haus der Drahtindustrie, Kaiserswerther Str. 137, 40474 Düsseldorf) ließen sich hier nieder. Mit ihren Verwaltungsbauten dokumentieren sie die Rolle Düsseldorfs als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“.


    REGION: RHEINSCHIENE
    ROUTE:   –
    INFORMATIONEN

    Mannesmannufer 2 und 3, 40213 Düsseldorf

    WEBSEITE

    www.industriekultur-duesseldorf.de

    BESONDERHEITEN

    Kann nur von außen besichtigt werden!
    Tolle Gastronomie auf der Rheinufer-Promenade

  • Brauerei Diebels

    Brauerei Diebels

    Die Brautradition mit den beiden obergärigen Bierspezialitäten Alt und Kölsch gehört fest zum Rheinland. Ursprünglich in kleinen Hausbrauereien hergestellt, wie heute noch in Düsseldorf und Köln, vollzog sich während der Industrialisierung auch im Braugewerbe ein Wandel hin zu Großbetrieben.

    Dafür ist die Diebels-Brauerei beispielhaft. 1878 von Josef Diebels aus Krefeld gegründet wuchs das Unternehmen von 10.000 Hektoliter Jahresproduktion 1898 auf 1 Million im Jahre 1981. Spätestens seit den 1970er Jahren wurde auf den bundesweiten Vertrieb gesetzt.

    2001 verkaufte die Familie die Brauerei an die belgische Interbrew-Gruppe, heute Anheuser-Busch InBev. Neben Diebels Alt werden auch andere Marken des Konzern hier abgefüllt. Führungen durch die Brauerei sind auf Anfrage möglich.

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    REGION: NIEDERRHEINISCHES STEINKOHLENREVIER
    ROUTE: –
    INFORMATIONEN

    Brauerei-Diebels-Straße 1, 47661 Issum

    WEBSEITE

    www.diebels.de

    BESONDERHEITEN

    Führung auf Anfrage

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