• Landschaftspark Duisburg-Nord

    Landschaftspark Duisburg-Nord

    Die AG für Hüttenbetrieb in Meiderich wurde von August Thyssen gegründet zur Produktion von Spezialeisensorten in Ergänzung zum Hauptwerk in Bruckhausen. Im Zuge der Strukturkrise wurden bis 1985 alle Hochöfen stillgelegt. Bürgerschaftlichem und denkmalpflegerischem Engagement ist die Einbeziehung der Anlage in das Programm der Internationalen Bauausstellung Emscherpark zu verdanken, ein auf 10 Jahre aufgelegten Zukunftsprogramm für das Ruhrgebiet (1989-1999).

    Aus dem Hüttengelände wurde ein vielseitiger Landschaftspark, der zu den wichtigsten Landschaftsgärten der Jahrtausendwende weltweit zählt. 1994 an die Öffentlichkeit übergeben, wurden zentrale Hüttenanlagen in den Park integriert und einer neuen Nutzung zugeführt.

    So entstand beispielsweise in der Erzbunkeranlage ein Klettergarten und der Hochofen 5 wurde begehbar gemacht. Die ehemalige Kraftzentrale wie auch die Dampfgebläsehalle dienen heute als Veranstaltungshallen für Kunst und Kultur.

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    REGION: NIEDERRHEINISCHES STEINKOHLENREVIER
    ROUTE:   ROUTE DER INDUSTRIEKULTUR
    INFORMATIONEN

    Landschaftspark Duisburg-Nord Emscherstr. 71 47137 Duisburg

    WEBSEITE

    www.landschaftspark.de

  • Uerdinger Brücke

    Uerdinger Brücke

    Seit 1936 verbindet das Bauwerk als Teil der B288 Krefeld-Uerdingen und Duisburg-Mündelheim. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie von deutschen Truppen gesprengt, jedoch in weiten Teilen geborgen und zwischen 1948 und 1950 wiedererrichtet.

    Seitdem trägt sie auch ihren heutigen Namen. Sie gilt als eine der letzten „unechten“ Hängebrücken am Rhein, bei der  die Tragseile an stabil ausgeführten Fahrbahnträger selbst und nicht an große Ankerblöcke befestigt sind. Die Brücke hat eine Gesamtlänge von 860 Metern.

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    Region: 
    Niederrheinisches Steinkohlenrevier
    RHEINSCHIENE
    Route:
    Industriekultur KREFELD
    Route der Industriekultur
    Informationen

    Uerdinger Brücke, Krefeld

    Webseite

    Foto Wettbewerb wg. drohendem Abriss: https://rheinbruecke.industriekultur-krefeld.org

    Geschichte: https://www.industriekultur-krefeld.org/index.php/rheinbruecke/

  • Brücke der Solidarität

    Brücke der Solidarität

    Die Brücke ersetzte die kurz vor dem Einmarsch US-amerikanischer Truppen von der Wehrmacht gesprengte Admiral-Graf-Spee-Brücke und war erst 1936 dem Verkehr übergeben worden.  Die heutige brücke wurde 1950 dem Verkehr übergeben. Am Bau dieser Stabbogenbrücke war die Firma Krupp Stahlbau Rheinhausen beteiligt.  Der Stabbogen zählt mit 255 Metern Stützweite zu den größten in Deutschland.

    Als nach einem massiven Markteinbruch 1986 das Krupp-Hüttenwerk Rheinhausen geschlossen werden sollte, kam es zu Massenprotesten. Am 2. Dezember 1987 blockierten mehrere tausend Stahlarbeiter die Rheinbrücke Rheinhausen-Hochfeld. 164 Tage dauerte dieser Arbeitskampf, als dessen Höhepunkt der Zug von 50.000 Stahlkochern aus dem gesamten Ruhrgebiet zur Brücke am 20. Januar 1988 gilt.

    An diesem Tag wurde auch ein von Auszubildenden gefertigtes Namensschild mit der Aufschrift „Brücke der Solidarität“ angebracht. Diese Bezeichnung wurde kurze Zeit später von der Stadt Duisburg offiziell anerkannt. Auch wenn die Proteste die Werksschließung nicht verhindern konnten, haben sie doch dazu geführt, dass der Bund und das Land zusätzliche Mittel bereitstellten, um im Ruhrgebiet den Strukturwandel aktiv und positiv zu begleiten.

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    ROUTE:  ROUTE DER INDUSTRIEKULTUR.
    RHEINSCHIENE
    INFORMATIONEN

    Brücke der Solidarität, 47226 Duisburg

    WEBSEITE

    https://www.demokratie-geschichte.de/karte/6560

    https://www.rheinische-industriekultur.com/seiten/objekte/orte/duisburg/objekte/krupp_friedrich-alfreds-huette.html

  • Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

    Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

    Die Rheinschifffahrt war schon 1927 Thema einer ersten Ausstellung, damals noch im berühmten Tausendfensterhaus in Ruhrort. Letztendlich kam es 1979 zur Eröffnung des Museums der Deutschen Binnenschifffahrt, das seit 1998 in der alten Ruhrorter Badeanstalt von 1910 untergebracht ist.

    Aufwendig und multimedial inszeniert wird die Geschichte der Binnenschifffahrt von der Steinzeit bis in die Gegenwart erzählt. Ergänzt wird die Schau durch einen südlich von Ruhrort am Vincke-Kanal liegende Museumsflotte; neben einem Radschleppdampfer (Baujahr 1922) kann ein Kranschiff (1922), ein Eimerkettendampfbagger (1882) und ein Dampfkran (1897) besichtigt werden.


     
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    REGIONNIEDERRHEINISCHES STEINKOHLENREVIER
    ROUTE: ROUTE DER INDUSTRIEKULTUR

    INFORMATIONEN
    Apostelstr. 84, 47119 Duisburg

    WEBSEITE
    https://www.binnenschifffahrtsmuseum.de

    BESONDERHEITEN
    Museum

  • Regionen

    Die Industrieroute Rheinschiene unterteilt sich in fünf Teilregionen. Sie sind historisch durch bestimmte Industriebranchen gekennzeichnet und gleichzeitig eng miteinander verzahnt. Gemeinsam bilden sie eine der vielfältigsten Industrielandschaften in Europa. So dominierte am Niederrhein lange die Textilindustrie, Steinkohle wurde nicht nur rechts des Rheins abgebaut, auch für den linken Niederrhein spielte sie eine große Rolle. Das Bergische Land war ein frühes Zentrum der Eisen- und chemischen Industrie und gab Impulse für die Orte am Rhein. Der Braunkohleabbau am Niederrhein hat eine neue Landschaft entstehen lassen und lieferte Grundstoffe und Energie für die Industrie entlang der eigentlichen Rheinschiene.

    Niederrheinisches Steinkohlenrevier

    Als westlicher Ausläufer des Ruhrkohlebergbaus ragt das Niederrheinische Steinkohlenrevier linksrheinisch in das Gebiet von Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Moers bis nach Kempen. 1854 fand Franz Haniel erstmals linksrheinisch bei Homberg Steinkohle und erbrachte damit den Nachweis, dass sich die Kohlelager an der Ruhr auch jenseits des Rheins fortsetzten. Im Zuge der Zechenkonsolidierung wurden 2001 die letzten drei linksrheinischen Zechen Friedrich Heinrich, Niederberg und Rheinland zum Bergwerk West zusammengelegt. 2012 wurde das Bergwerk West im Rahmen des Kohleausstiegs stillgelegt. Kamp-Lintfort ist bis heute durch den Bergbau in seiner Stadtstruktur geprägt. Denkmalwerte Zechenbauten, Bergarbeitersiedlungen und Bergehalden prägen das Stadt- und Landschaftsbild. Mehr lesen

    Textilregion Mittlerer Niederrhein

    In einem Bogen von Mönchengladbach aus bis nach Krefeld reicht die Textilregion Mittlerer Niederrhein. Mönchengladbach trug im 19. Jahrhundert aufgrund seiner zahlreichen Baumwollbetriebe und den dazugehörigen Maschinenbauern den Beinamen „Rheinisches Manchester“. Ihre Spuren sind im Stadtbild nicht nur in Fabrikanlagen, sondern auch im Wohnungsbau sichtbar. In Krefeld, dem anderen Schwerpunktraum der Textilregion, hat sich seit dem 18. Jahrhundert unter dem Einfluss protestantischer Flüchtlinge eine Samt- und Seidenherstellung entwickelt. Noch heute sind die Krawatten ein Markenzeichen Krefelds. Historisch ließe sich die Region über den Rhein nach Düsseldorf und Ratingen fortführen, wo mit dem LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford die älteste Fabrik auf dem Kontinent zu finden ist. Mehr lesen

    Bergisches Land

    In den Tälern der Wupper und ihrer Nebenflüsse liegen die Anfänge der Industrialisierung. Nicht umsonst befindet sich das Museum für Frühindustrialisierung in Wuppertal. Die reichlich vorhandene Wasserkraft der Flüsse, die unzählige Mühlen, vor allem Hämmer und Schleifkotten antrieb, aber auch der Erzreichtum im Bensberger Revier ließen hier früh protoindustrielle Zentren entstehen. Solinger Schneidwaren genossen schon vor dem 19. Jahrhundert Weltruf. Remscheid war und ist berühmt für seine Werkzeugproduktion. Mit dieser wirtschaftlichen Kraft wurde das Bergische Land zum Impulsgeber auch für das Rheinland. Die Verzahnungen sind vielfältig. So gab die erste westdeutsche Eisenbahn von Elberfeld kommend den wirtschaftlichen Startschuss für Düsseldorf. Auch Bayer hat seinen Ursprung im heutigen Wuppertal. Viele ehemalige Industrieanlagen sind heute spannende Orte der Industriekultur. Mehr lesen

    Die Rheinschiene

    Entlang des Rheins zwischen Bonn und Duisburg liegt immer noch eine der industriellen Herzkammern Europas. Die Stadtlandschaft hier ist ohne die rasante Entwicklung im Zuge der Industrialisierung nicht denkbar. Beiderseits des Rheins als wichtigste Transportachse entstanden imponierende Hafenanlagen. Beeindruckende Brückenbauten ermöglichen den reibungslosen Verkehr zwischen den beiden Rheinseiten. Hier ließen sich Unternehmen von Weltruf nieder und wurden Erfindungen gemacht, die die Welt revolutionierten, wie der Otto-Motor in Köln, Aspirin bei Bayer oder Persil bei Henkel. Neben den Häfen ist die chemische Industrie das Markenzeichen der Rheinschiene. Die Nähe zu den Kohlenrevieren, der Wasserbedarf, die Ableitmöglichkeiten und der Warenverkehr auf dem Wasser ließen Orte wie Köln, Wesseling, Leverkusen, Dormagen, Düsseldorf und Krefeld zu bedeutenden Standorten der chemischen Industrie werden. Mehr lesen

    Rheinisches Braunkohlenrevier

    Keine andere Industrie hat ihre Region so nachhaltig verändert wie der Tagebau des größten Braunkohlenreviers Europas in der Kölner Bucht. Ganze Orte mussten den riesigen Baggern weichen, eine Landschaft aus über 300 Meter tiefen Gruben und ebenso hohen Abraumhalden entstand. Die rheinische Braunkohle wurde erst im 17. Jh. als Brennstoff erkannt. Seit den 1870er Jahren, vor allem aber nach 1900 setzte sich der industrielle Tagebau durch, der Brikettfabriken, Großkraftwerke und die chemische Industrie belieferte. Spätestens in der Mitte des 21. Jahrhunderts wird der Abbau auslaufen. Die Braunkohleverstromung wird aus Klimaschutzgründen keine Zukunft haben. Die Seen, die in den ehemaligen Gruben entstehen sollen, werden am Ende des Jahrhunderts zu den größten Seen Deutschlands gehören. Industriekulturell wird das Revier u.a. durch die Straße der Energie erschlossen. Mehr lesen

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