1907 wurde der aus zwei hintereinander liegenden Becken bestehende Deutzer Hafen eröffnet. Dort siedelten sich zwei bisher in anderen Stadtteilen ansässige Großmühlen an.Das interessanteste Hafenbauwerk ist die 1908 fertiggestellte elektrisch betriebene Drehbrücke, die ähnlich wie die nur wenige Jahre zuvor erstellte Drehbrücke im Rheinauhafen hydraulisch aus der Ruheposition gehoben und dann durch Elektromotor gedreht wird. Die Details der Brücke sind im geometrischen Jugendstil gestaltet.
Sie zählt sicherlich zu den berühmtesten Rheinbrücken und bildet mit dem Kölner Dom das Köln-Panorama schlechthin. Zwischen 1907 und 1911 errichtet, löste sie die alte Dombrücke ab, die als erste feste Kölner Rheinbrücke seit römischer Zeit gilt.
Die alte als dreiteilige Gitterkastenbrücke konstruierte und deshalb auch „Mausefalle“ genannte erste Brücke wurde durch eine Bogenbrücke mit zwei kleineren seitlichen und einem großen Mittelsegment von insgesamt etwa 350 m Länge ersetzt.
Den Namen erhielt sie nach den großen Reiterstandbildern der Hohenzollern an den Brückenköpfen. Die Hohenzollernbrücke ist heute eine reine Eisenbahn- und Fußgängerbrücke.
Die von Franz Schwechten als neuromanische Burgen gestalteten Brückenköpfe trug man nach dem Zweiten Weltkrieg ab. 1989 wurde die Brücke, deren südlicher Straßenteil nach 1945 nicht wiederhergestellt worden war, nach Norden um eines auf drei Gleispaare erweitert.
Der Streit, wer das „Kölnisch Wasser erfunden hat, währt schon Jahrhunderte. Die Firma Mülhens, heute Glockengasse 4, führte ihr Parfüm 1792 auf einen Kartäusermönch Franz Maria Farina zurück. Sie vermarkteten es ab den 1830er Jahren unter der früheren Hausnummer 4711 und setzten damit in Verbindung mit dem typischen Flacon und der Gestaltung eine weltweit bekannte Marke.
Jedem Kölnbesucher ist das Blau-Gold-Haus am Dom bekannt. Das sechsgeschossige Geschäftshaus der Firma 4711 im Anschluss an das Domhotel entstand in der frühen Phase des Wiederaufbaus in Köln und war – vor dem erst viel später wieder hergestellten „Stammhaus in der Glockengasse“ – Werbeträger und Schaufenster des weltberühmten Kölner Duftwasserherstellers unmittelbar an der Westseite des Domes. Eine Kölnisch-Wasser-Boutique sucht man hier heute übrigens vergebens.
In Anbetracht des vornehmen Restaurants und der modernen Büros in den historischen Gebäuden verwundert es vielleicht, an den Überresten der zweitältesten deutschen Zementfabrik (1856-1858) zu stehen. Hier befand sich das Labor von Hermann Bleibtreu, dem Doyen der deutschen Zementproduktion nach englischem Vorbild. Nach der ersten Portland-Zementfabrik in Stettin folgte das Bonner Werk als Teil des Bonner Bergwerks- und Hüttenvereins.
Zentraler Bestandteil der Anlage war die viereinhalb geschossige Kalksteinmühle. Der Bonner Zement wurde u.a. auch für den Bau des Kölner Doms verwendet. 1987 wurde der Betrieb geschlossen. Von einem umfangreichen Gebäudebestand blieben die denkmalwerten Bauten Rohmühle, Verwaltung und Wasserturm erhalten. Das Innere des Restaurants lässt den industriellen Charakter der Anlage aber noch deutlich erkennen.
Troisdorf ist seit 200 Jahren massiv durch Industrie geprägt. 1825 wurde eine Eisenschmelze an der Aggermündung in Betrieb genommen. Nach der Übernahme durch den Kölner Unternehmer Louis Mannstaedt entstanden drei Siedlungen für Arbeiter und Angestellte die noch heute als Stadtteil den Namen Friedrich-Wilhelms-Hütte tragen.
1887 begann die Zünderfabrik Troisdorf mit der Herstellung von Zündhütchen, aus der 1931 die Dynamit AG hervorging. Nach dem Krieg wurde das Unternehmen zu einem Pionier der neuen Kunststoffindustrie. Der Geschichte der Troisdorfer Industrie und ihrer überregionalen Bedeutung hat sich das MUSIT, das Museum für Stadt- und Industriegeschichte verschrieben. Das Museum schlägt einen Bogen von der Entwicklung seit 1800 bis in die Gegenwart.
Im ehemals durch Handelsschifffahrt geprägten Rheinauhafen liegt das Schokoladenmuseum. Hans Imhoff, Inhaber der Stollwerck AG, einem weltweit führenden Schokoladenhersteller, ließ das Museum als Erweiterung des Preußischen Zollamtes (1891) bis 1993 errichten.
Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Schokoladenherstellung von den Maya und Azteken bis hin zur heutigen industriellen Produktion, die anhand einer Miniaturproduktionsanlage demonstriert wird. Das Museum gehört heute zu den meistbesuchten Museen Deutschlands.
Die Lage an der Hafenspitze im Bereich einer alten Schwenkbrücke und eines Malakoffturms steht symbolisch für den Strukturwandel des Rheinauhafens, der zwischen 1892 und 1898 als neuer innerstädtischer Hafen Kölns entstand. Zwischen 1998 bis 2009 wurde er zu einem Wohn-, Büro- und Dienstleistungsquartier umgestaltet, das klassische Hafen- mit anspruchsvoller zeitgenössischer Architektur wie den Kranhäusern verbindet. In einer der drei Zollhallen befindet sich heute zudem das Deutsche Sport-und Olympia Museum.
„Deutz ist die Wiege der Weltmotorisierung“, so lautet oft die Bewertung der Deutz Motoren AG. 1864 gründete Nikolaus August Otto die erste Gasmotorenfabrik der Welt und entwickelter den Ottomotor. Von 1872 an arbeiteten Gottfried Daimler und Wilhelm Maybach zehn Jahre lang für die Gasmotoren-Fabrik Deutz AG. Auch Ettore Bugatti hat einige Jahre in Deutz gearbeitet. Ohne die hier gemachten Erfahrungen wären ihre späteren Entwicklungen nicht denkbar.
Beachtenswert war der gemeinsame Ausstellungspavillon der Gutehoffnungshütte (GHH) Oberhausen und der Deutz AG bei der großen Industrieausstellung 1902 in Düsseldorf. Diese Konstruktion gilt als Nobilitierung des Stahlfachwerkbaus außerhalb der Industriearchitektur.
Während die Halle der Deutz AG nach der Ausstellung auf dem Werksgelände in vereinfachter Form Verwendung fand, ging die Halle der Gutehoffnungshütte nach Mexiko, wo sie heute als Nationalmuseum genutzt wird.
Nach wie vor zählt die Deutz AG zu den weltweit führenden Motorenherstellern. Im firmeneigenen Technikum in Köln-Porz kann die Geschichte der Motorenherstellung besichtigt werden.
Es ist ein nicht enden wollender Namensstreit, der aber der Bekanntheit des Eau de Cologne keinen Abbruch tut. Traditionell streiten sich das bis heute familiär geführte Unternehmen Farina und die Konzernmarke „4711“ darum, wer das „Kölnisch Wasser“ erfunden zu haben. Farina führt den Italiener Giovanni Maria Farina an, der es 1708 in Köln kreiert haben soll.
Damit sieht man sich heute als älteste Parfümfabrik der Welt. Das Stammhaus, vis à vis dem Wallraf-Richartz-Museum, ist das bedeutendste erhaltene Geschäftshaus des Historismus in Köln. Neben der Fabrikation befindet sich in dem Haus ein kleines Duftmuseum. Besonders empfehlenswert sind die Kostümführungen.
Es war ein großer Coup, der dem damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer während der Weltwirtschaftskrise 1929 gelungen war. Er holte den US-Automobilgiganten Ford mit einem Werk für den deutschen Markt nach Köln. Dafür stellte er dem Unternehmen im Kölner Norden ausreichende Flächen zur Verfügung.
Ein wichtiger Grund für Köln war der Rhein als Transportweg. Innerhalb weniger Monate entstand eine an US-amerikanischen Vorbildern orientierte Werksanlage bestehend aus Büros, Produktionshallen und Kraftwerk unter einem Dach. Die damalige Werksgebäude ist bis heute Kern der Fabrikanlage und stehen unter Schutz. Bei der Grundsteinlegung 1930 ließ es sich Henry Ford nicht nehmen, persönlich anwesend zu sein. Heute wird u.a. der Ford Fiesta in Köln produziert. Führungen werden auf Anfrage angeboten.
Sie zählt sicherlich zu den berühmtesten Rheinbrücken und bildet mit dem Kölner Dom das Köln-Panorama schlechthin. Zwischen 1907 und 1911 errichtet, löste sie die alte Dombrücke ab, die als erste feste Kölner Rheinbrücke seit römischer Zeit gilt. Die alte als dreiteilige Gitterkastenbrücke konstruierte und deshalb auch „Mausefalle“ genannte erste Brücke wurde durch eine Bogenbrücke mit zwei kleineren seitlichen und einem großen Mittelsegment von insgesamt etwa 350 m Länge ersetzt.
Den Namen erhielt sie nach den großen Reiterstandbildern der Hohenzollern an den Brückenköpfen. Die Hohenzollernbrücke ist heute eine reine Eisenbahn- und Fußgängerbrücke. Die von Franz Schwechten als neuromanische Burgen gestalteten Brückenköpfe trug man nach dem Zweiten Weltkrieg ab. 1989 wurde die Brücke, deren südlicher Straßenteil nach 1945 nicht wiederhergestellt worden war, nach Norden um eines auf drei Gleispaare erweitert.