• Kolonie-Museum

    Kolonie-Museum

    Rund um die Werksanlagen mit Schwerpunkt um Wiesdorf und nach Osten entstanden ab 1895 die ersten Arbeiter- und Beamtensiedlungen. Sie wurden zur Keimzelle der Stadt Leverkusen. In diesen Kontext gehört auch das Gebäude des Kolonie-Museums. Das Haus wurde 1902 als Teil der Siedlung „Kolonie II“ erbaut. In den 1970er-Jahren gab es weitreichende Planungen, die Kolonie II vollständig abzureißen und ein neues, verdichtetes Wohnquartier unter der Bezeichnung „Lindwurm“ zu errichten. Massiver Bürgerprotest verhinderte dies.

    Heute stehen die Siedlungen unter Schutz. Die Tradition der Arbeiter- und Beamtenkolonie hält heute das Kolonie-Museum wach. Seit 2005 befindet es sich auf der Nobel-Straße und ist untergebracht in 2/4 eines für vier Familiengeplantes Wohnhaus. Drei Jahre lang hatten zuvor Ehrenämtler das Haus aufwendig renoviert und als Museum nutzbar gemacht. Die Dauerausstellung zeigt nun die Lebenswelt der Leverkusener in den 1920er- und 30er-Jahren. Träger des Museums ist der Freundes- und Förderkreis des Kolonie-Museums Leverkusen e. V. Gegenüber befindet sich das Bayer-Erholungshaus aus dem Jahr 1908.

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    Region: Rheinschiene
    Route:   –
    Informationen

    Nobelstr. 78, 51373 Leverkusen

    Webseite

    www.kolonie-museum.de

    Besonderheiten

    Geheimtipp!

  • Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer

    Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer

    Seit 2006 beherbergt der alte Sensenhammer an der Dhünn bei Leverkusen ein attraktives Industriemuseum. In den Räumen dieses Hammers, der in seinem Ursprung auf das Jahr 1778 zurückgeht, wird Geschichte lebendig. Verkehrsgünstig gelegen wurde das Werk kontinuierlich erweitert und in den 1880er Jahren auf Dampfturbinenbetrieb umgestellt.

    Unter dem Namen H.P. Kuhlmann Söhne stellte das Unternehmen 1914 mehr als 200.000 Sensen her und speiste zugleich selbst produzierten Strom ins öffentliche Netz. 1987 endete die Produktion, ein 1991 gegründeter Förderverein setzte es sich zur Aufgabe, das historische Ensemble zu erhalten und museal zu nutzen. An größtenteils original erhaltenen Maschinen kann der Alltag in einem Sensenhammer erlebt werden. Regelmäßig finden Sonderausstellungen und Veranstaltungen statt.

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    Region: Rheinschiene
    Route:   –
    Informationen

    Freudental 68, 51375 Leverkusen

    Webseite

    www.sensenhammer.de

    Besonderheiten

    Dauerausstellung, Museumsladen

  • Via Industrialis

    Die Via Industrialis eignet sich mit sechs Routen besonders – im Ganzen oder in Teilabschnitten – als Fahrradtouren. Sie kann aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Auto besichtigt werden kann. Infotafeln werden an wichtigen Orten für Erläuterungen dienen.
    Weitergehende Informationen sind auf der Webseite: www.via-industrialis.de erhältlich.

     

    Da Industriegeschichte sich aus einer beschränkten örtlichen und regionalen Sicht nicht verstehen und erläutern lässt, wird die Via Industrialis in Zusammenarbeit mit gleichgerichteten Aktivitäten in Düsseldorf, Leverkusen und anderen Orten der Rheinschiene weiterentwickelt werden. Nähere Informationen finden Sie ebenfalls im Internet unter: www.industriekultur-nrw.de

    Die 6 Teil-Routen der Via Industrialis

    Teilroute Kölner Norden

    Teilroute Kölner Westen

    Teilroute Kölner Süden

    Teilroute Innenstadt

    Teilroute Brücken/Häfen

    Teilroute Rechtsrheinisch

  • Routen

    Innerhalb der Industrieroute Rheinschiene existiert bereits eine Anzahl von zumeist lokal orientierten Routen, die die Industriekultur in ihren unterschiedlichen Facetten mit unterschiedlichen Ansätzen erlebbar machen.

  • Orte

    Fast in jedem Ort entlang der Rheinschiene sind spannende Spuren der Industriekultur zu entdecken.

  • Regionen

    Die Industrieroute Rheinschiene unterteilt sich in fünf Teilregionen. Sie sind historisch durch bestimmte Industriebranchen gekennzeichnet und gleichzeitig eng miteinander verzahnt. Gemeinsam bilden sie eine der vielfältigsten Industrielandschaften in Europa. So dominierte am Niederrhein lange die Textilindustrie, Steinkohle wurde nicht nur rechts des Rheins abgebaut, auch für den linken Niederrhein spielte sie eine große Rolle. Das Bergische Land war ein frühes Zentrum der Eisen- und chemischen Industrie und gab Impulse für die Orte am Rhein. Der Braunkohleabbau am Niederrhein hat eine neue Landschaft entstehen lassen und lieferte Grundstoffe und Energie für die Industrie entlang der eigentlichen Rheinschiene.

    Niederrheinisches Steinkohlenrevier

    Als westlicher Ausläufer des Ruhrkohlebergbaus ragt das Niederrheinische Steinkohlenrevier linksrheinisch in das Gebiet von Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Moers bis nach Kempen. 1854 fand Franz Haniel erstmals linksrheinisch bei Homberg Steinkohle und erbrachte damit den Nachweis, dass sich die Kohlelager an der Ruhr auch jenseits des Rheins fortsetzten. Im Zuge der Zechenkonsolidierung wurden 2001 die letzten drei linksrheinischen Zechen Friedrich Heinrich, Niederberg und Rheinland zum Bergwerk West zusammengelegt. 2012 wurde das Bergwerk West im Rahmen des Kohleausstiegs stillgelegt. Kamp-Lintfort ist bis heute durch den Bergbau in seiner Stadtstruktur geprägt. Denkmalwerte Zechenbauten, Bergarbeitersiedlungen und Bergehalden prägen das Stadt- und Landschaftsbild. Mehr lesen

    Textilregion Mittlerer Niederrhein

    In einem Bogen von Mönchengladbach aus bis nach Krefeld reicht die Textilregion Mittlerer Niederrhein. Mönchengladbach trug im 19. Jahrhundert aufgrund seiner zahlreichen Baumwollbetriebe und den dazugehörigen Maschinenbauern den Beinamen „Rheinisches Manchester“. Ihre Spuren sind im Stadtbild nicht nur in Fabrikanlagen, sondern auch im Wohnungsbau sichtbar. In Krefeld, dem anderen Schwerpunktraum der Textilregion, hat sich seit dem 18. Jahrhundert unter dem Einfluss protestantischer Flüchtlinge eine Samt- und Seidenherstellung entwickelt. Noch heute sind die Krawatten ein Markenzeichen Krefelds. Historisch ließe sich die Region über den Rhein nach Düsseldorf und Ratingen fortführen, wo mit dem LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford die älteste Fabrik auf dem Kontinent zu finden ist. Mehr lesen

    Bergisches Land

    In den Tälern der Wupper und ihrer Nebenflüsse liegen die Anfänge der Industrialisierung. Nicht umsonst befindet sich das Museum für Frühindustrialisierung in Wuppertal. Die reichlich vorhandene Wasserkraft der Flüsse, die unzählige Mühlen, vor allem Hämmer und Schleifkotten antrieb, aber auch der Erzreichtum im Bensberger Revier ließen hier früh protoindustrielle Zentren entstehen. Solinger Schneidwaren genossen schon vor dem 19. Jahrhundert Weltruf. Remscheid war und ist berühmt für seine Werkzeugproduktion. Mit dieser wirtschaftlichen Kraft wurde das Bergische Land zum Impulsgeber auch für das Rheinland. Die Verzahnungen sind vielfältig. So gab die erste westdeutsche Eisenbahn von Elberfeld kommend den wirtschaftlichen Startschuss für Düsseldorf. Auch Bayer hat seinen Ursprung im heutigen Wuppertal. Viele ehemalige Industrieanlagen sind heute spannende Orte der Industriekultur. Mehr lesen

    Die Rheinschiene

    Entlang des Rheins zwischen Bonn und Duisburg liegt immer noch eine der industriellen Herzkammern Europas. Die Stadtlandschaft hier ist ohne die rasante Entwicklung im Zuge der Industrialisierung nicht denkbar. Beiderseits des Rheins als wichtigste Transportachse entstanden imponierende Hafenanlagen. Beeindruckende Brückenbauten ermöglichen den reibungslosen Verkehr zwischen den beiden Rheinseiten. Hier ließen sich Unternehmen von Weltruf nieder und wurden Erfindungen gemacht, die die Welt revolutionierten, wie der Otto-Motor in Köln, Aspirin bei Bayer oder Persil bei Henkel. Neben den Häfen ist die chemische Industrie das Markenzeichen der Rheinschiene. Die Nähe zu den Kohlenrevieren, der Wasserbedarf, die Ableitmöglichkeiten und der Warenverkehr auf dem Wasser ließen Orte wie Köln, Wesseling, Leverkusen, Dormagen, Düsseldorf und Krefeld zu bedeutenden Standorten der chemischen Industrie werden. Mehr lesen

    Rheinisches Braunkohlenrevier

    Keine andere Industrie hat ihre Region so nachhaltig verändert wie der Tagebau des größten Braunkohlenreviers Europas in der Kölner Bucht. Ganze Orte mussten den riesigen Baggern weichen, eine Landschaft aus über 300 Meter tiefen Gruben und ebenso hohen Abraumhalden entstand. Die rheinische Braunkohle wurde erst im 17. Jh. als Brennstoff erkannt. Seit den 1870er Jahren, vor allem aber nach 1900 setzte sich der industrielle Tagebau durch, der Brikettfabriken, Großkraftwerke und die chemische Industrie belieferte. Spätestens in der Mitte des 21. Jahrhunderts wird der Abbau auslaufen. Die Braunkohleverstromung wird aus Klimaschutzgründen keine Zukunft haben. Die Seen, die in den ehemaligen Gruben entstehen sollen, werden am Ende des Jahrhunderts zu den größten Seen Deutschlands gehören. Industriekulturell wird das Revier u.a. durch die Straße der Energie erschlossen. Mehr lesen

  • Die Industrieroute Rheinschiene macht Industriekultur entlang des Rheins zwischen Bonn und Wesel erlebbar.

    Sie zeigt ein industrielles Kernland mitten in Europa. Der Rhein als Verkehrsader hat die Industrie und das Leben an seinen Ufern maßgeblich geprägt und eine einzigartige, spannende Industrielandschaft entstehen lassen.

    Neben den berühmten Rheinbrücken in Köln, Düsseldorf und Uerdingen, den großen Hafenanlagen, wartet die Rheinschiene mit weiteren, zum Teil unbekannten industriehistorischen Highlights auf:

    So entstand in Ratingen die erste Fabrik auf dem Kontinent, verband Elberfeld und Düsseldorf die erste Eisenbahn Westdeutschlands und die Entwicklung des Ottomotors fand nicht etwa in Stuttgart oder Detroit, sondern in Köln statt.

    Den riesigen Tagebaugruben bei Garzweiler stehen die Ursprünge der Feinpapierherstellung bei Bergisch Gladbach gegenüber.

    Themen

    Elf Themen spiegeln die industrielle und industriegeprägte Objektwelt am Rhein. Zentral sind die Themen „Rheinbrücken“ und „Rheinhäfen„. Eng mit dem Rhein verbunden ist die „Chemie„, wie aber der Bereich „Lebensmittel„.

    Zu den frühen Industrien am Rhein gehören neben der Textilindustrie auch „Eisen“ und „Papier„. Die Böden beiderseits des Rheins boten mit „Ton, Steine, Erden“ wichtige Grundstoffe für das schnelle Wachstum der Städte. Aus dem Bereich „Montan“ kamen auch die entsprechenden Impulse, die am Rhein eine erfolgreiche „Motoren und Maschinen „-Industrie entstehen ließen.

    Mehr zu den Themen

    Regionen

    Die Industrieroute Rheinschiene unterteilt sich in fünf Teilregionen. Sie sind historisch durch bestimmte Industriebranchen gekennzeichnet und gleichzeitig eng miteinander verzahnt.

    Gemeinsam bilden sie eine der vielfältigsten Industrielandschaften in Europa.

    So dominierte am Niederrhein lange die Textilindustrie, Steinkohle wurde nicht nur rechts des Rheins abgebaut, auch für den linken Niederrhein spielte sie eine große Rolle.

    Das Bergische Land war ein frühes Zentrum der Eisen- und chemischen Industrie und gab Impulse für die Orte am Rhein.

    Der Braunkohleabbau am Niederrhein hat eine neue Landschaft entstehen lassen und lieferte Grundstoffe und Energie für die Industrie entlang der eigentlichen Rheinschiene.

    Routen

    Innerhalb der Industrieroute Rheinschiene existieren bereits eine Anzahl von zumeist lokal orientierten Routen, die die Industriekultur in ihren verschiedenen Facetten erlebbar machen.

    Jede dieser Routen folgt unterschiedlichen Ansätzen mit einer Vielzahl an Objekten.

    Orte der Rheinschie

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