• Stahlhof

    Stahlhof

    Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Düsseldorf nicht nur zu einer der wichtigsten Industriestädte Preußens, sondern zog als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“ auch zunehmend Konzernzentralen und Industrieverbände an den Rhein. Der neogotische Stahlhof an der Kasernenstraße (1906-1908) gehört zu den wichtigsten Beispielen diese Verbändebauten.

    Johannes Radke entwarf diesen monumentalen Repräsentationsbau des Stahlwerkverbandes. Das reich skulpturierte Gebäude mit kupfernem mehrgeschossigem Dachreiter und durch glasierte Pfannen ornamental wirkende Dach verbindet in seiner Formensprache Industrie und Handel.

    Im Innern thematisieren Monumentalbilder Aspekte der Stahlindustrie. Zwischen 1923 und 1925 saß hier der französische Generalstab. Danach gehörte das Gebäude den Vereinigten Stahlwerken. 1945 bis 1958 war hier die britische Militärregierung untergebracht.. Seit 1971 sitzt hier das Verwaltungsgericht Düsseldorf.

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    REGION: RHEINSCHIENE
    ROUTE:   –
    INFORMATIONEN

    Bastionstr. 39, 40213 Düsseldorf

    WEBSEITE

    www.industriekultur-duesseldorf.de

    BESONDERHEITEN

    Geheimtipp!

  • Hafen Düsseldorf

    Hafen Düsseldorf

    Der Düsseldorfer Hafen hat in eine aufsehenerregende Wandlung vom reinen Wirtschaftshafen hin zum Medienhafen mit spannender Architektur und Gastronomie hinter sich. Schon seit dem Mittelalter befanden sich in Düsseldorf Hafenanlagen im Bereich der Altstadt.

    Im Zuge der sogenannten Rheinufervorverschiebung Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Hafenanlagen hier modernisiert. Fast gleichzeitig dazu wurde ein neuer Hafen im Bereich der Halbinsel Lausward angelegt. Er wird heute noch in Teilen als Industriehafen genutzt und umfasste eine Fläche von 80 Hektar und 18 km Gleise. Neben vielen Lagerhäusern siedelten sich hauptsächlich Mühlen und Futtermittelbetriebe an.

    Seit den 1960er Jahren war die Entwicklung rückläufig und es gab erste Planungen das Hafenareal zu reduzieren. Das Hafenbecker Berger Hafen wurde beim Bau des 1982 fertig gestellten Rheinturm zugeschüttet. Der Hafenbetrieb am unteren Werft vor der Altstadt wurde eingestellt.

    Seit den 1990er Jahren erfolgte eine teilweise Umnutzung unter dem Schlagwort Medienhafen mit hochwertiger Architektur, die teilweise die Hafenarchitektur einbezog bzw. interpretierte.

    2003 fusionierte schließlich der Hafen mit dem Neusser Hafen zu den Neuss-Düsseldorfer Häfen. In den anschließenden Jahren entwickelte er sich zu dem drittumsatzstärksten Binnenhafen in Deutschland.

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    REGION: RHEINSCHIENE
    ROUTE: –
    INFORMATIONEN
    Auf der Lausward, 40221 Düsseldorf

    WEBSEITE
    www.rheinische-industriekultur.com
  • Kulturbahnhof Gerresheim

    Kulturbahnhof Gerresheim

    Das Gerresheimer Bahnhofsgebäude an der alten Strecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft ist ein Typenbau, wie er an vielen Stationen des Rheinlands noch zu finden ist. Er ist nach einem Fachwerkbau aus dem Jahre 1842 und einem steinernen Vorgängerbau aus den 1860er Jahren der dritte Bau an dieser Stelle. Das heutige Gebäude entstand 1877 und wurde bis 1889 auf seine heutige Größe erweitert.

    Neben der generellen Zunahmen des Güterverkehrs durch die Gründung der Gerresheimer Glashütte 1864 war hierfür auch die Zusammenlegung mit dem Bahnhof der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft 1889 verantwortlich. Heute wird der Bahnhof für Feiern, Konzerte und Ausstellung des Förderkreis Industriepfad Düsseldorf e.V. genutzt. Er bildet den südlichen Ankerpunkt des Industriepfads Düsseldorf.

    Im Dezember 1838 nahm die erste westdeutsche Eisenbahn ihren Betrieb auf. Sie wurde zum Startschuss für die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Region. Erst mit der Eisenbahn wurden die Wirtschaftsregionen beiderseits des Rheins eng und zügig miteinander verbunden.

    Von den drei Bahnhöfen des Jahres 1838 befindet sich nur noch die Gerresheimer Station an ihrem historisch authentischen Platz. Mit den drei erhaltenen Gebäuden der direkt benachbarten Gerresheimer Glashütte wird hier der Zusammenhang zwischen Eisenbahn und Industrieansiedlung deutlich erkennbar.  

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    Region: Rheinschiene
    Route:  Industriepfad Düsseldorf
    Informationen

    Heyestr. 196, 40625 Düsseldorf

    Webseite

    www.industriekultur-duesseldorf.de

  • Mannesmann-Bauten

    Mannesmann-Bauten

    Direkt an der Rheinuferpromenade prägen die beiden Mannesmann-Häuser die Düsseldorfer Stadtsilhouette. Sie stellen geradezu Architekturinkunabeln des Industrieverwaltungsbaus dar. Das ältere, errichtet 1910-12, entstand nach dem Umzug der Mannesmannröhren-Werke von Berlin nach Düsseldorf als prestigeträchtige Konzernzentrale. Der Entwurf stammt von Peter Behrens, an der Ausführung waren über sein Büro alle namhaften Architekten wie Walter Gropius, Mies van der Rohe und Le Corbusier beteiligt, die später zu den bedeutendsten Vertretern ihres Faches gehören sollten. Das Gebäude markiert bei Behrens die Wende vom geometrisierenden Jugendstil zum Neoklassizismus mit Anklängen an italienische Renaissancepaläste.

    Nicht minder bedeutend ist das benachbarte 88 Meter hohe Mannesmann-Hochhaus mit 25  Geschossen, gebaut 1956-1958 nach Paul Schneider-Esleben. Es war das erste deutsche Hochhaus in Skelettbauweise mit vorgehängter Fassade aus emaillierter Stahlblechbrüstung und Festverglasung. Stahlrohre als Teil des konstruktiven Skeletts verweisen auf die Röhrenfabrikation des Auftraggebers, wie auch die Farbigkeit der Außenfassade die klassischen Mannesmannfarben aufgreift. Nach der seinerzeit größten Übernahmeschlacht der Wirtschaftsgeschichte fiel Mannesmann an die britische Vodafone, die dort bis 2012 ihre Deutschlandzentrale hatte. Heute werden beide Gebäude durch die Landesregierung NRW genutzt.

    annesDas Gebäudeensemble dokumentiert die Bedeutung Düsseldorfs als wichtiger Standort von Unternehmensverwaltungen, Banken und Industrieverbänden. Ab dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts zogen zunehmend wichtige Unternehmen wie eben Mannesmann, Henkel oder Jagenberg an den Rhein. Auch einflussreiche Verbände wie der Stahlwerksverband (Stahlhof, Bastionsstr. 39, 40213 Düsseldorf) oder die heutige „Eisendraht- und Stahldraht-Vereinigung e.V.“ (Haus der Drahtindustrie, Kaiserswerther Str. 137, 40474 Düsseldorf) ließen sich hier nieder. Mit ihren Verwaltungsbauten dokumentieren sie die Rolle Düsseldorfs als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“.


    REGION: RHEINSCHIENE
    ROUTE:   –
    INFORMATIONEN

    Mannesmannufer 2 und 3, 40213 Düsseldorf

    WEBSEITE

    www.industriekultur-duesseldorf.de

    BESONDERHEITEN

    Kann nur von außen besichtigt werden!
    Tolle Gastronomie auf der Rheinufer-Promenade

  • Impressum

    Die Industrieroute Rheinschiene ist eine Initiative der Industriekultur Düsseldorf – FKI e.V., des Vereins Rheinische Industriekultur e.V., des Textiltechnikums Mönchengladbach und des LVR-Industriemuseums

    www.industriekultur-duesseldorf.de

    www.rheinische-industriekultur.de

    www.textiltechnikum.de

    www.industriemuseum.lvr.de

    Diese Seite wurde gefördert durch:
    Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

     

    Angaben gemäß § 5 TMG:

    Förderverein Rheinische Industriekultur e.V.

    Vertreten durch:

    Dr. Alexander Kierdorf

    Kontakt:

    E-Mail: info@industriekultur-duesseldorf.de

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    Eintragung im Vereinsregister.
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    Dr. Alexander Kierdorf

    Redaktion: Dr. Peter Henkel

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    Innerhalb der Industrieroute Rheinschiene existiert bereits eine Anzahl von zumeist lokal orientierten Routen, die die Industriekultur in ihren unterschiedlichen Facetten mit unterschiedlichen Ansätzen erlebbar machen.

  • Rheinbrücken

    Rheinbrücken

    Objekte zum Thema Rheinbrücken

    Rheinkniebrücke Düsseldorf

    Brücke der Solidarität Duisburg

    Hohenzollernbrücke Köln

    Uerdinger Brücke Krefeld

  • Orte

    Fast in jedem Ort entlang der Rheinschiene sind spannende Spuren der Industriekultur zu entdecken.

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